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Artikel: Der Glorious Twelfth: Schottlands Moorland und der Beginn der Grouse-Saison

Schottischer Tweed-Stoff – die klassische Kleidung des Moorlands

Der Glorious Twelfth: Schottlands Moorland und der Beginn der Grouse-Saison

Kaum ein Datum steht so sehr für das schottische Landleben wie der 12. August – der „Glorious Twelfth“. Wenn das Heidekraut in vollem Lila steht, beginnt auf den Highland-Mooren die traditionsreichste Jagdsaison der britischen Inseln.

Für die einen ist es ein sportlicher Höhepunkt, für die anderen schlicht der Moment, in dem der schottische Spätsommer seinen ganz eigenen Charakter bekommt: karierter Tweed, weite Moorlandschaften und ein Stück gelebte Tradition. Werfen wir einen Blick auf den berühmten Zwölften.

Stellen Sie sich vor: Es ist kurz nach Sonnenaufgang. Der Nebel hängt noch in den Senken, und die Luft ist klar und kalt genug, um jeden Atemzug sichtbar zu machen. Unter den Stiefeln federt das feuchte Moos, es riecht nach Torf und dem honigsüßen Duft des blühenden Heidekrauts. Irgendwo ruft ein Moorhuhn sein raues „go-back, go-back“ über die Hügel, und ein Hund steht reglos, die Nase im Wind. So beginnt ein Tag auf dem schottischen Moor.

Was ist der „Glorious Twelfth“?

Der 12. August markiert den Beginn der Jagdsaison auf das rote Moorhuhn (Red Grouse), die bis zum 10. Dezember dauert. Der Tag ist so fest im Kalender verankert, dass er einen eigenen Namen trägt. Früher lieferten sich die Landgüter geradezu ein Wettrennen, das erste frische Moorhuhn noch am selben Abend auf die Teller der besten Restaurants in Edinburgh und London zu bringen – eine Tradition, die bis heute nachwirkt.

Das rote Moorhuhn & das blühende Moor

Das rote Moorhuhn ist eine Besonderheit: Es kommt ausschließlich auf den britischen Inseln vor und lebt allein in freier Wildbahn auf dem Heidemoor – züchten lässt es sich nicht. Genau deshalb ist die schottische Moorlandschaft so entscheidend. Und kaum eine Jahreszeit ist dafür schöner als der August, wenn das Heidekraut die Hügel in ein tiefes Violett taucht. Übrigens: Die Treibjagd auf Moorhühner wird heute auch kontrovers diskutiert – zwischen Moorpflege, Naturschutz und Tierschutz.

Ein Tag auf dem Moor

Bei der klassischen Treibjagd durchqueren die Beaters (Treiber) das Moor und lenken die Vögel in Richtung der Schützen, die in kleinen, gemauerten Deckungen (den „Butts“) warten. Über allem wacht der Gamekeeper, der Wildhüter, der das Moor das ganze Jahr über pflegt. Es ist ein Tag an der frischen, oft rauen Highland-Luft – und ein geselliges Ereignis mit langer Geschichte. Und wer die Mittagspause lieber gemütlich im Heidekraut verbringt, breitet dafür am besten eine wasserdichte Tweed-Picknickdecke aus – robust, wärmend und ganz im Stil des Moorlands.

Tweed: die Uniform des Moorlands

Kein Stoff ist so mit diesem Tag verbunden wie Tweed. Das dichte Wollgewebe entstand genau für solche Tage: Es wärmt, trotzt Wind und Nieselregen und verschmilzt in seinen gedämpften Erd- und Heidetönen mit der Landschaft. Viele Highland-Güter besitzen bis heute ihren eigenen Estate Tweed – ein Muster, an dem man erkennt, von welchem Anwesen der Träger stammt. So wurde aus reiner Zweckkleidung ein zeitloser Stil, den man längst weit über das Moor hinaus trägt.

Grouse auf dem Teller

Am Ende gehört das Moorhuhn zu den begehrtesten Zutaten der schottischen Wildküche – kräftig im Geschmack und traditionell mit Preiselbeeren, Wurzelgemüse und einem guten Rotwein oder Dram serviert. Ein echtes Spätsommer-Festessen.

Country-Style aus Schottland

Man muss kein Schütze sein, um den Stil des Moorlands zu lieben. Unser schottischer Tweed-Stoff bringt das Gewebe der Highlands nach Hause, und die klassischen Country-Socken von House of Cheviot mit Fasan- oder Hirschmotiv tragen das schottische Landleben in jeden Alltag. Beides Made in Scotland – für alle, die den Charme von Tweed und Heidemoor schätzen.

Slàinte – auf einen goldenen schottischen Spätsommer!

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