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Artikel: Den Kilt richtig tragen: Ein Leitfaden zur schottischen Highland-Kleidung

Den Kilt richtig tragen: Ein Leitfaden zur schottischen Highland-Kleidung

Kaum ein Kleidungsstück ist so mit einem Land verbunden wie der Kilt mit Schottland. Doch wer ihn zum ersten Mal anlegt, steht vor einigen Fragen: Wie hoch sitzt er? Welcher Tartan? Und – natürlich – was trägt man eigentlich darunter?

Der Kilt ist weit mehr als ein karierter Rock. Er ist ein Stück gelebte Geschichte, getragen mit Stolz zu Hochzeiten, Ceilidhs und Highland Games. In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen, aus welchen Teilen ein vollständiges Highland-Outfit besteht, wie der Kilt richtig sitzt und worauf es bei den Details ankommt.

Die Anatomie eines Highland-Outfits

Ein komplettes Kilt-Ensemble besteht aus weit mehr als dem Kilt allein. Die wichtigsten Bestandteile sind:

  • Der Kilt – traditionell aus rund 8 Yards (etwa 7 Metern) reiner Wolle gefertigt und von Hand in Falten gelegt.
  • Der Sporran – die Ledertasche, die vorn mittig getragen wird. Da ein Kilt keine Taschen hat, ist sie nicht nur Zierde, sondern praktisch.
  • Kilt Hose & Flashes – die kniehohen Strümpfe (Kilt Hose) und die farbigen Bänder (Flashes), die den Strumpfumschlag halten.
  • Ghillie Brogues – die klassischen Schnürschuhe mit langen Bändern, die um den Knöchel gewickelt werden.
  • Der Sgian Dubh – das kleine Messer, das im rechten Strumpf steckt (auf Gälisch „schwarzer Dolch“).
  • Die Kiltnadel – die Zierstecknadel in der unteren vorderen Ecke, die den Stoff beschwert, aber niemals durch beide Lagen gesteckt wird.
  • Die Jacke – je nach Anlass eine formelle Prince-Charlie-Jacke oder eine tageshellere Argyll-Jacke aus Tweed.

So sitzt der Kilt richtig

Der häufigste Fehler: Der Kilt wird zu tief getragen. Anders als eine Hose sitzt der Kilt an der natürlichen Taille – also auf Höhe des Bauchnabels, deutlich höher, als man es gewohnt ist. Die untere Kante endet an der Oberkante des Knies, nicht darüber und nicht darüber hinaus.

Die Falten (Pleats) liegen immer hinten; vorn liegen zwei glatte Stofflagen übereinander – die rechte über der linken. Der Sporran hängt mittig, etwa eine Handbreit unterhalb der Gürtelschnalle. Sitzt alles an seinem Platz, bewegt sich der Kilt beim Gehen mit einem charakteristischen Schwung – einer der schönsten Effekte guter Highland-Kleidung.

Welcher Tartan ist der richtige?

Traditionell trägt man den Tartan des eigenen Clans. Wer keine schottischen Wurzeln hat oder keinen Familien-Tartan kennt, muss aber nicht verzichten: Es gibt zahlreiche „universelle“ Tartans, die jeder tragen darf – allen voran der elegante, gedämpfte Black Watch. Auch Bezirks-, National- oder Gedenk-Tartans stehen jedem offen. Niemand wird Ihnen die Wahl übelnehmen – Hauptsache, Sie tragen ihn mit Freude.

Formell oder leger?

Der Kilt ist erstaunlich wandelbar. Zum festlichen Anlass – Hochzeit am Abend, Black-Tie-Ball – gehören die Prince-Charlie-Jacke, eine Fliege, feine Kilt Hose und Ghillie Brogues. Für den Tag wirkt eine Argyll-Jacke aus Tweed mit einem robusten Ledersporran passend und weniger streng. Und ganz leger lässt sich der Kilt sogar mit einem schlichten Hemd oder einem groben Strickpullover kombinieren – etwa zu den Highland Games.

Die Frage, die alle stellen

Zugegeben, kaum ein Thema wird so oft gefragt wie dieses: Was trägt der Schotte unter dem Kilt? Die Tradition sagt: nichts – ein echter Highlander trägt seinen Kilt „regimental“. In der Praxis, gerade beim schwungvollen Highland-Tanz oder an windigen Tagen, entscheidet das aber jeder ganz für sich. Wir verraten es nicht weiter – und ein guter Schotte lächelt bei dieser Frage nur vielsagend.

Die perfekten Details – aus Schottland

Auch ohne kompletten Kilt machen die richtigen Details den Unterschied. Unsere schottischen Kilt Hose von House of Cheviot (65 €) werden aus reiner Merinowolle mit traditionellem keltischem Zopfmuster gestrickt – in Creme für formelle Anlässe, in Antikgrün oder Anthrazit für den Tag. Und ein handgefertigter Leder-Sporran von McRostie of Scotland begleitet Sie ein Leben lang. Beides Made in Scotland – von Betrieben, die ihr Handwerk seit Generationen beherrschen.

Slàinte – und viel Freude beim Tragen!

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